heute hieß es „der frühe vogel fängt den wurm“. aber dass der vogel dabei so sehr friert, davon war nie die rede…

wir standen an diesem morgen früh auf und machten uns auf den weg, um den sonnenaufgang zu fotografieren. ohne frühstück und auch ohne warmes getränk standen wir am sunset point (wie bereits berichtet hatten wir uns unsere ganz eigene logik bezüglich des besten aussichtspunktes zurechtgelegt) und froren wie die schneider. Um 6 uhr morgens auf ca. 2500 m höhe war es mit knapp 5 grad doch verdammt frisch.

aber die natur versöhnte uns. nach einem sehr schönen sonnenaufgang machten wir uns zu fuß noch weiter auf auf einen trail der zwischen den Hoodoos hindurchführt. wir hatten viel davon gelesen und waren gespannt. und wir wurden nicht enttäuscht! vom naturerlebnis bestimmt mit die schönsten eindrücke, die wir auf unserer reise mitnehmen durften.

so schön, dass wir auch etwas die zeit vergasen, sodass wir uns auf dem rückweg, der natürlich auch noch bergauf ging, ziemlich sputen mussten, um noch rechtzeitig auschecken zu können. allerdings hatte das den effekt, dass wir auf einmal gewaltig ins schwitzen gekommen sind.

zurück im hotel packten wir unsere sieben sachen, kauften im nahe gelegenen supermarkt noch unser frühstück und machten uns auf den weg zum Zion National Park.

die halbe strecke des weges ging es den weg zurück, den wir gestern erst gefahren waren. dann an der kreuzung rechts und wir waren schon fast da. glück hatten wir mit dem hotel. denn reservieren konnten wir mangels internet nicht und so fuhren wir auf gut glück nach Springdale. aber zunächst mussten wir noch noch durch ein tunell welches teilweise nur jeweils einseitig befahrbar ist, um uns danach noch todesmutig die serpentinen hinunter zu stürzen. wobei sich das stürzen dank einer wohnmobilfahrerin (ja leider muss ich es sagen es war eine frau), die wohl zum ersten mal am steuer saß, doch sehr in grenzen hielt. wir sind später die strecke nochmal hochzus gefahren und haben nur halbsolang gebraucht…bergauf! dennoch schafften wir es und bekamen dann auch noch in dem von reiseführer empfohlenen etablisment ein zimmer. wahrlich nicht das beste, aber so ziemlich das einzig freie im ort und damit das perfekte. wir gingen gerade von der rezeption zu unserem auto als ein anderer wagen hielt und zwei mädels ausstiegen, die auch das zimmer wollten. von denen erfuhren wir, dass sonst wohl alles ausgebucht sei und sie jetzt eben ein (teureres) B&B nehmen oder eben weiter fahren würden. mit breitem grinsen luden wir unsere koffer ins zimmer und machten uns dann gleich auf in den park. noch etwas lediert vom frühen aufstehen, entschieden wir uns für einen kürzeren, nicht so spektakulären trail. dennoch wurden wir mit einem wunderschönen ausblick und der bekanntschaft eines ehepaares aus hawai belohnt.

nachdem wir dort oben einige zeit in der sonne sitzen blieben, machten wir uns wieder auf den rückweg. angespornt durch diesen trail liesen wir uns vom shuttle bus noch weiter in den park fahren, um den Lower Emerald Pool trail zu bewandern. leider war dieser nicht so toll. was wahrscheinlich auch daran lag, dass nunmal ein wasserfall ohne wasser nicht besonders spektakulär ist. und wasser ist zu dieser jahreszeit dort eher mangelware. hätte man auch dran denken können.

so wollten wir den tag aber nicht enden lassen und daher machten wir uns -nach einem kurzen stopp beim allgemeinen sonnenuntergang fotospot (so schien es zumindest, weil sich dort ca. 10 fotografen mit allem schnick und schnack versammelt hatten und es immer mehr wurden)- auf zum ortsansässigen fleischtempel. heute aber mal richtig, kein fast food. und so landeten jeweils freundliche 250g steak in unseren bäuchen, begleitet von einer kartoffel und gemüse. herrlich! danach blieb nichts mehr zu tun, als müde und gesättigt die stufen in unser zimmer zu erklimmen und glücklich einzuschlafen.

träumt was schönes!

sorry, dass es so lange dauert bis es hier wieder weiter geht, aber der alltag schlägt unbarmherzig zu…

aber heute ist es endlich wieder so weit! hier kommt tag 7:

wir sind nach wie vor in Page, aber heute stand uns ein ganz besonderes (fotographisches) highlight ins haus: der Antelope Canyon.

aber der reihe nach. nach einem liebgewonnen frühstück (plastikgeschirr, muffin, bagel) ging es nochmal zum Horseshoe Bend. diesmal mit wesentlich weniger wind. dafür mit der sonne im rücken.

nach einem kleinen privaten shooting ging es dann weiter ins indianerreservat und zum Antelope Canyon. nach kurzer schon im vorfeld geführter diskussion, hatten wir uns für den lower canyon entschieden. dass der canyon idyllisch neben einer fabrik liegt, hatten wir gelesen, dass der spaß recht teuer sei, hatten wir erwartet (da ebenfalls gelesen) und dass die indianer-jugendlichen nicht unbedingt die freundlichsten waren, machte auch nichts, denn deswegen geht man da nicht hin. vielmehr wegen der unzähligen sensationellen eindrücke, blickwinkel und natürlich fotomotiven. und da wird absolut nicht zu wenig versprochen. unseren führer ließen wir nach dem einstieg und dem ersten stopp ziehen, denn wir wollten die zeit fürs fotografieren nutzen.

wir hatten recht viel glück, der touristenstrom war erträglich, die bekannten spots zeigten sich und wir waren „well prepared“. mit stativen bestückt und wegen des sands verpacktem objektiv machten wir uns also auf die jagd.

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antelope4

schön ist jedenfalls auch die idee der indianer dort unten zu musizieren. die jugendlichen spielen gitarre und wir trafen noch einen scout für gebuchte touren, der flöte spielte. das ist in dieser atmosphäre wirklich bezaubernd und etwas ganz besonderes.

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ich möchte euch nicht mit weiteren bildern langweilen, denn ich denke, die ganz wahre schönheit erschließt sich einem nur, wenn man selbst dort war. jedenfalls haben wir geschossen bis der auslöser glühte und nach gut drei stunden hatte uns dann das tageslicht wieder.

noch völlig beeindruckt ging es dann weiter zum Bryce Canyon Nationalpark. nach kurzweiliger fahrt suchten wir uns unsere unterkunft im park (diesmal konnten wir mal wieder reservieren) und machten uns gleich nochmal auf in den park. uns erwartete mal wieder eine komplett ausgewechselte landschaft. sehr beeindruckend wie die Hoodoos wie zahnstümpfe aus dem boden ragen.

bryce1

leider war der vielversprochene sonnenuntergang jetzt nicht sooo. zuerst die diskussion, von wo schaut man sich den am besten an (sunrise oder sunset vistapoint? wir entschieden uns aufrund ausgefeilter überlegungen, die ich hier nicht darlegen kann, um den rahmen nicht zu sprengen, für den sunrise point) und dann sowas.

vielleicht war das auch dann mit dran schuld, dass wir beim örtlich ansessigen pizzebäcker neben einem (typisch pizzabäcker) burger gleich noch eine pizza orderten. was den netten kassierer fragen lies, wo denn der rest sei. etwas peinlich berührt, log ich, die seien noch im auto… was muss der von uns gedacht haben??? aber leider hatte er recht. das projekt war doch etwas zu groß für uns beide. trotz fadenscheiniger durchhalteparolen wie „den rest können wir auch noch morgen essen“ und zustimmung in form von „ja klar! kalte pizza ist prima!“ landete dann doch leider die halbe pizza im mülleimer von unserem zimmer. aber das war uns erstmal egal. satt und glücklich schliefen wir ein, denn wir wußten schon, morgen gehts früh raus.

 

also licht aus!

so ihr lieben, schon Stephan Remmler wußte „Alles hat ein Ende…“ – und so leider auch unser schöner urlaub in den staaten.

seit freitag mittag sind wir wieder im lande. sämtliche verwandtschaft ist besucht und informiert. die wäsche gewaschen und trocknet schon. meine hockeymädels wurden bespaßt und gesättigt. und morgen geht es wieder arbeiten.

leider hängt die berichterstattung aber immer noch auf der landstraße fest. somit ist klar, dass es hier noch einige zeit weiter gehen wird. versprochen! ihr verpasst nichts! alle noch fehlenden berichte werden noch eingestellt. kein abenteuer bleibt unerzählt, so wie kein fettnäpfchen ungenutzt 😉

freut euch also auf die noch kommenden geschichten.

am nächsten morgen entschieden wir uns dann spontan gegen den sonnenaufgang im Grand Canyon. zwar viel gelesen darüber, aber wir sind ja hier im urlaub… eine haltung, die im übrigen proportional mit dem fortschreiten der reisedauer zunahm.also erstmal faul im bett geblieben und anschließend im restaurant unseres vertrauens gefrühstückt. danach sind wir dann allerdings doch nochmal an den rim – wir sind noch die bekannten vista points abgefahren. das war allerdings auch sehr schön, weil der canyon immer wieder neue anblicke zu bieten hat.

gc_hirsch

aber auch die schönste zeit geht vorbei (oh gott wenn das stimmt, dann auch dieser urlaub…) und so setzten wir uns wieder in unser auto und fuhren los in richtung Page, unserem heutigen etappenziel. auf dem weg aus dem nationalpark lief uns dann noch dieser prächtige soundsoviel ender vor den kühler

hirsch

der hat sich aber auch gar nix aus den komischen blechdingern gemacht. ihm gehört der wald und der rest hat sich da gefälligst unter zu ordnen. ob diese taktik auf lange sicht gut geht? ich weiß nicht… bei der wohl einzigen kreuzung im park haben wir uns dann bei der 50/50 chance natürlich prompt vertan und sind in die falsche richtung gefahren. aber was heißt da falsch. wie bereits erwähnt, steckt hinter allem auch was gutes und so konnten wir nochmal den tank vollmachen, was sich später als ausgesprochen geschickt herausstellen sollte, weil dann erstmal lange, lange zeit keine tanke mehr kam (vielleicht war das auch mehr die sache mit dem huhn oder die andere mit den dicken kartoffeln. aber von heute aus gesehen jedenfalls ausgesprochen glücklich!). nach ungefähr der hälfte geradeaus fahren (ich hatte auch das schon erwähnt, dass wir eigentlich nur geradeaus gefahren sind. und dabei geht einem dann doch schon ein wenig das zeitgefühl verloren. die unterschiede zwischen lange geradeaus und weniger lange geradeaus sind nicht so wahnsinnig…), jedenfalls irgendwo zwischendrin sind wir dann noch in einen sandsturm gekommen. der wind oder besser das tiefdruckgebiet, dass uns den flug über den grand canyon versaut und in colorado schon den ersten schnee gebracht hatte, war immer noch da und blies nach kräften.

sandsturm

zwischendrin war es schon etwas kritisch zu fahren. aber wir sind ja profis vom fach und nach dem grand canyon auch winderprobt, so dass es gar kein thema war.

da wir die letzten tage kein internet hatten, konnten wir uns in page auch kein hotel reservieren (und glaubt nicht, dass wir im grand canyon handyempfang hatten). also das erste hotel am platz angesteuert. die aussage ‚mit frühstück‘ gepaart mit zimmer frei waren zwei überzeugende argumente, sodass wir gleich dort blieben. koffer auf zimmer und weiter. erster stopp war der Hoover Damm. naja nicht unbedingt DAS highlight, aber wenn man schonmal da is. und beeindruckend ist das schon.

hoover

danach ging es dann aber fast direkt (wir machten noch kurz stopp an einem vista point und auch nochmal eben schnell im hotel. mein magen kam just in diesem moment auch in den USA an…) zum eigentlichen höhepunkt an diesem tag – dem Horseshoe Bend. eine beeindruckende hufeisenförmige kehre des Colorado Rivers.

horseshoe bend

allerdings war es dort nach wie vor dermaßen windig, dass wir es nicht lange aushielten und wir weitere aktivitäten auf den nächsten tag verschoben. nach einem typisch amerikanischen abendessen (drive thru bei Sonic und dem verspeisen vor dem fernseher im hotelzimmer (sonic findet sich im übrigen ziemlich weit vorne auf der fastfoodliste – sehr leckerer burger)), fielen wir erschöpft in die betten.

hasta la vistapoint

long time, no see… aber hier ist es auch einfach so, dass uns kaum zeit bleibt den laptop hochzufahren…und das is eigentlich auch ganz gut so 😉

aber jetzt ab zu unserem bericht zu tag 5:

nachdem wir ja am tag zuvor mehr geschafft hatten als eigentlich eingeplant, konnten wir es an diesem tag ganz entspannt angehen lassen. und das war an diesem tag auch sehr gut so, denn -der ein oder andere weiß es vielleicht- es war auch gleichzeitig unser anniversary 🙂

leider fiel das frühstück heute mangels angebot aus und so gingen wir einfach fix zum nächsten supermarkt und kauften uns dort eine kleinigkeit und machten uns dann wieder auf die route 66. an der ersten sehenswürdigkeit (hackberry) heizten wir mal souverän vorbei… in Seligman dann unser erster stopp. auch eine ziemlich durchgeknallte örtlichkeit – ähnlich wie Oatman, nur eben ohne esel… obwohl, wenn man sich die touristenmassen anschaut…dann schnell wieder zurück nach oatman 😉 aber gut, nachdem wir die bussladungen voller asiaten gelassen ausgesessen hatten, stürmten wir den ort. wobei ort übertrieben ist für die paar souvenierläden entlang der straße. einziges highlight war meine neue bekanntschaft

seligman

und der pin, den ich für meinen schwager gekauft habe… juhu, ich darf wieder nach hause! ohne den hätte ich mich da nie wieder sehen lassen können! weiter ging es dann eher unspektäkulär unserem tagesziel, dem Grand Canyon, entgegen. wobei was heißt hier unspektakulär? ne riesen show haben die amis noch extra wegen uns abgezogen. nebel, lichtorgel, ein höllen lärm und feuerspektakel. der wald brannte. naja und ich nix anderes als raus auf die straße und fotografieren, wie die riesen löschflugzeuge ihr wasser verteilen. als ich das erste mal wieder neben die kamera schaute, kam grad ein sheriff auf mich zu…uups! aber der war nett! take your pictures and go ahead. alles klar. hab ich mir nicht zweimal sagen lassen. bilder waren eh im kasten. und so kamen wir ohne weiteres zum Grand Canyon. hier sollte eigentlich ein weiterer höhepunkt unserer reise auf uns warten – ein flug über den Grand Canyon. aber ihr ahnt es schon. leider musste dieser wegen zu heftiger winde ausfallen 😦 das war echt schade, weil das eigentlich ein teil meines geschenkes an karin war… naja als entschädigung ging es ins nahegelegene IMAX kino. was man nicht glaubt, ist, dass wir dort im kino ein päärchen aus Slowenien getroffen haben. leider konnten wir sie nicht ansprechen, weil sie nach der vorstellung wie vom erdboden verschluckt waren. wir wollten dann eigentlich gleich ins hotel, aber als wir den ersten parkplatz sahen, hielt es uns nicht im auto und wir mussten gleich zum rand laufen. HAMMER! wer das noch nicht gesehen hat, der hat was verpasst! umso mehr schmerzte der verpasste flug! wir liefen dann gleich noch eine knappe stunde am rim (so nennt man dort die kante) entlang, um irgendwann auf die uhr zu schauen und entsetzt festzustellen, dass die zeit mal wieder wie im flug (haha, wortspiel) vergangen war. wir wollten doch den sonnenuntergang unbedingt am rim erleben. also zurück zum auto. auf dem weg dorthin läuft uns ein ranger über den weg. wir also die gelegenheit beim schopfe ergriffen und den guten mann gefragt, ob er nen platz für den sonnenuntergang kennen würde, der nicht so überfüllt wäre? und was soll ich sagen, der gute macht echt sein schatzkästchen auf und verrät uns einen platz abseits vom massentourismus. recht zufrieden mit uns fuhren wir schnell ins hotel -auch ein teil vom geschenk und mitten im nationalpark gelegen-, brachten unsere koffer aufs zimmer, nahmen noch etwas zum essen und trinken mit und wieder los mit uns. den platz vom ranger fanden wir dann auch recht schnell und es stellte sich heraus, dass sich karins charme ausgezahlt hatte – so ein genialer ausblick! sowohl nach westen als auch nach osten. einziger wehrmutstropfen war der doch heftige wind. war doch was dran, warum die flieger nicht in die luft wollten…

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noch überwältigt von diesen eindrücken lud ich meine bessere hälfte in das haute cuisine restaurant vor ort ein – die kantine unseres hotels…buffet vom feinsten…nudeln für mich und eine nicht weiter definierbare reis-hühnchen-pampe für meine liebste. wir verstehen zu feiern 😉

da wir leider eh nur sehr unregelmäßig schreiben können, da viele hotels doch kein internet haben oder angeblich haben, aber es nicht funktioniert, dacht ich mir, ich schreib mal ein paar worte einfach so:

zunächst einmal etwas wind aus den segeln nehmen. das land der unbegrenzten möglichkeiten begrenzt sich manchmal doch sehr. wie eben z.B. mit dem internet. kann doch nicht wahr sein, dass es abschnitte gibt, die das noch nicht haben? vor allem weil wir ja nicht gerade ab vom schuß reisen. wir fahren ja von einem touri-punkt zum nächsten. heute mussten wir uns fast prügeln, um noch das letzte nichtraucherzimmer zu bekommen. und zwar nicht das letzte im westflügel oder das letzte vom hotel. nein. das letzte im ort… gut hier is auch grad irgendein fest, was den ganzen auftrieb hier erklärt. is nicht weil karin und ich in town sind. dann geht’s mal weiter mit dem handy. wir waren jetzt fünf tage weg vom netz. und ich mir in Deutschland noch den kopf gemacht, verglichen, ein quadbandhandy besorgt und und und. mit dem resultat, dass wir jetzt hier doch keinen empfang haben. also finger weg vom T-mobile netz!

carin

henry

aber es gibt auf so einem trip auch dinge, die sind einfach cool. wie schon erwähnt, das allmorgendliche frühstück. es is nicht grade so, wie ich es mir sonntags morgens immer wünschen würde, aber es passt einfach. cereals, pappbecher, bagels – herz was willst du mehr… der free refill, den es doch noch recht häufig gibt, ist nach wie vor was tolles. toll sind auch die to go artikel, wie jeden morgen mein tee. und passend dazu die innenausstattung vom auto. wir haben vier getränkehalter plus zwei zusätzliche an der kühltruhe. das auto is eh ein dicker pluspunkt für sich! erstmal haben wir es bislang nicht bereut uns am flughafen wenig ökonomisch oder gar ökologisch verhalten zu haben. es macht einfach spaß mit so nem monster zu fahren. wobei unsrer ja eher ein minischmunzelmonster im generellen vergleich ist. aber spaß machts!

na welcher is unsrer?

auch die automatik lernt man dann in kombination mit den getränkehaltern zu schätzen. schön, wenn man die rechte hand zum frühstücken frei hat! das kann man sich aber auch nur erlauben, weil das autofahren hier eh viel entspannter abläuft als in Deutschland. zumindest finden wir das so. hier wird man halt links wie rechts überholt und es ist ok. keiner flippt aus oder ärgert sich. als auch gelungen empfinden wir die idee die straßenampeln auf die gegenüberliegende kreuzungsseite aufzubauen. ist doch wesentlich übersichtlicher und halsmuskelschonender. auch die straßennamen der kreuzenden straßen eben dort an die ampeln zu hängen, fördert (wenn mans mal begriffen hat) die übersichtlichkeit. leider gabs da bei uns etwas anlaufschwierigkeiten. nicht nur in L.A. wo wir uns ja wegen des staus verfahren haben, sondern auch so mal, wenn der copilot sich erst mit dem kartenmaterial beschäftigt, wenn man schon auf der fraglichen kreuzung steht. und wir haben reichlich kartenmaterial… da wurde es dann schon mal hektisch. aber zum glück sind die straßen groß, die stimmung gelassen (zumindest im umfeld bei solchen situationen) und wir haben es bislang immer geschafft. aber zu den straßen noch ein wort. es ist manchmal schon erschreckend wie oft man sich wie im film fühlt. wir sind, wenn wir so drüber nachdenken, immer nur geradeaus gefahren… es gibt hier so schrecklich lange straßen, die nur geradeaus führen. das ist allerdings auch sehr ermüdend und wegen des tempomats neigt man doch recht schnell dazu zu ermüden. nicht gut. das beweisen auch die unmengen von kreuzen an solchen straßen.

street

abschließend noch kurz dazu ein paar statistiken: eine tote kuh, drei tote rehe, zwei unfälle und benzinpreise von $2.49 bis $3.99 haben wir gesehen.

zum schluss muss ich noch ne lanze brechen. und zwar sind wir bislang nur auf hilfsbereite und freundliche amis gestossen! klar kann man sagen „wie man hineinruft, so schallt es heraus“, aber das klappt in Deutschland komischer weise nicht immer…

ach und noch was am rande: meine festplatte ist fast voll!! NUR noch 18gb. wir werden uns noch dvds kaufen müssen. oder ich find ein anderes günstiges speichermedium…

allen ein schönes wochenende!

wir kommen heute wieder zurück nach San Francisco. dort is Fleet Week und sonntag gehen wir zu den San Francisco 49ers….

heute ging es wieder mal zum frühstück. gewohnt stilvoll serviert mit plastikgeschirr und -besteck. davon so angetan, ließen wir erst mal die erde beben… naja eigentlich wars nur unser tisch und das auch nur, weil ein fuß fehlte, aber das reichte, um müsli und orangensaft gleichmäßig zu verteilen. es kommt halt doch auf die füße an (auch bei vieren)… und da die meinigen wiederhergestellt waren, machten wir uns umgehend auf zum Joshua Tree National Park. dort gibt es hauptsächlich eben genau den zu sehen. berühmt geworden ist der baum wohl durch das gleichnamige album von U2. wir fanden es allerdings auch ohne eben diesen song sehr schön in diesem park. ein toller kontrast zu dem trubel in L.A.. wir fuhren verschiedene aussichtspunkte an und machten viele fotos. unter anderem fanden she-ra und he-man auch den kopf von Skeletor.

skeletor

spontan änderten wir dann unsere route, weil die nette dame im visitor center uns eine alternative strecke empfohlen hatte. das passte ganz gut, weil wir an diesem tag möglichst weit kommen wollten, um an den folgenden tagen mehr luft zu haben. und so machten wir uns in nödlicher richtung auf den weg raus dem park. erste station war Amboy. wohl kaum einer erwähnung wert, wenn dort nicht ein aus vielen filmen bekanntes werbeschild stehen würde.

roys

dort bogen wir dann auch ab auf die Route 66 und wurden erstmal überrascht,was hier so alles an den bäumen hängt…

schuhbaum

den sinn dahinter konnten wir nicht erschließen, aber lustig sah es auf jeden fall aus. Wikipedia weiß es auch nicht so recht… ein paar brücken weiter war dann noch ein bäumchen mit socken oder sonstigen textilien. aber das war nicht so berauschend. besser waren wieder die steinnamen, die entlang der straße auf einem kleinen wall geschrieben waren. und so ging es recht abwechslungsreich weiter über die staatengrenze nach Arizona bis Oatman. einem echt verschlafenen nest. wenn ich daran denke, dass ich mal mit dem gedanken gespielt hatte, dass wir dort vielleicht übernachten könnten…vielleicht wäre bei den eseln im stall noch was frei gewesen….die standen nämlich gleich dort mitten auf der straße. und ich lach noch über so n schild, welches vor eseln auf der straße warnt… man hätte wissen können, dass es dort wilde esel gibt… auf dem weg weiter nach Kingman unserem tatsächlichen ziel kamen wir noch zu einem ganz seltsamen ort. wir hielten an, um den sonnenuntergang anzusehen und liefen zu einer klippe. aber bleiben wollten wir dort nicht, denn es standen dort überall kreuze herum. es war zwar wohl kaum ein friedhof, sondern eher eine gedenkstätte, aber komisch war uns schon. also schnell weiter und wir werden doch noch belohnt. kurz vor Kingman steht eine alte raststätte, die eine wundervolle kulisse für den sonnenuntergang bot.

da wir nun doch recht spät an unserem zielort ankamen, fiel zum wiederholten male das abendessen etwas knapp aus. karin wollte unbedingt auf empfehlung zum Taco Bell. was wir daraus lernen? glaube nie einer diplomantin bei roche;-) gut, es war nicht wirklich schlecht, aber die menge ist eher fdh und trocken wars auch. sorry, das brauchen wir nicht nochmal. Taco Bell steht also bei unserer fastfoodliste eher weiter hinten…

bis bald

ja uns gibt es noch! karin ist also nicht mit dem kurzbeslippten durchgebrannt und ich bin nicht an meinen blasen verendet. ganz im gegenteil! nachdem ich mich den ganzen tag über standhaft geweigert habe, mir solch ein komisches pflaster auf die fiesere der beiden blasen kleben zu lassen, gab ich abends dann doch karins drängen nach und siehe da…  wunderheiler johnson und zauberer johnson zusammen können was! also wer an blasen leidet und nicht prophylaktisch in seine schuhe pinkeln möchte, für den gibts da was, wenns doch passiert ist: zauberpflaster, im selbstversuch getestet und für würdig empfunden werbung dafür zu machen! ich hatte nach einer halben stunde keine probleme mehr!!

aber davor hatten wir ja noch etwas spaß-die blase, karin und ich. und zwar waren wir heute in Los Angeles unterwegs. diesen moloch an stadt, welcher uns gestern schon verschlungen hatte, wollten wir auch noch aus der nähe sehen. also ab nach downtown. dort auch gleich dank inzwischen ausgefeilter kartenlestechniken ein parkhaus gefunden. lächerliche $10 fürs parken bezahlt und auch noch den schlüssel da lassen müssen. ob unser auto und unser gepäck noch da sind, wenn wir wieder kommen? auf schusters rappen haben wir uns dennoch auf einen kleinen rundweg begeben. erster höhepunkt war, dass die kleine bergbahn, die ein steiles stück berg überwindet, nicht fuhr. weiter zwischen hochhäusern durch gings zur Walt Disney Concert Hall, einem sehr beeindruckenden gebäude. tolle architektur. leider wurde gerade überall geputzt und repariert, sodass es etwas mühsam war zu fotografieren. daher und weil die sonne unablässig auf uns brannte, verzogen wir uns wieder in die schatten der wolkenkratzer. zurück beim auto stellten wir freudig fest, dass der gute mann, uns und unser auto noch kannte. und auch noch alles da war. nur ehrliche leute also!

von downtown aus fuhren wir weiter zur Olvera Street, einer straße und einem platz im ursprünglichen El Pueblo, wo die geschichte der spanischen gründungsväter weiterleben soll. nunja, was weiter lebt ist auf jeden fall der kommerz. zig kleine buden bieten alles preis, was vielleicht aus mexico stammen könnte. manches sehr schön, aber auch viel ramsch. von hier aus ging es dann auf den Sunset Boulevard, der uns erst durch weniger schönes gebiet nach Hollywood brachte. naja und dort waren wir dann ganz touristisch und haben gleich den Walk of Fame gesucht. etwas spektakulärer hätten wir uns das schon vorgestellt… aber was solls, ist auch nur ne straße wie jede andere. manche sterne sind sogar beschädigt und es gibt noch ewig viele, die leer sind (also noch hoffnung für alle von uns;-))

selbst den stern von Michael Jackson haben wir nach langer qualvoller (hier taten die füße ja noch weh!) suche gefunden. von wegen blumen oder so… (was für ein zufall: der stern war fast genau dort, wo wir unser auto geparkt haben 🙂 genau neben unserem auto war Janet Jackson…). originell finde ich herrn müller, der sich als handwerker auch seinen stern verdient hat!

danach ging es weiter auf dem sunset: Beverly Hills, Rodeo Drive, Bel Air…also die schönen Seiten von L.A.

die filmstudios und Hollywood der rest kommen beim nächsten mal dran. also wieder ein punkt auf unserer liste.

und so fuhren wir dann hinaus aus der großstadt in die wüste, unserem nachtquartier in Palms Springs entgegen. da wir es endlich geschafften hatten bei tage unser tagesziel zu erreichen, gingen wir zur feier des tages auch mal richtig essen. unsere wahl fiel auf einen mexikaner, der auch richtig gut war (bis auf die obligatorische bohnenpampe – aber die gehört ja so dazu…).

buenas noches

nach einer kurzen nacht (um 5.30uhr war schluss mit schlafen) gingen wir das erste mal frühstücken. bagels, muffins, cereals – und das alles vom plastikgeschirr. so muss das sein. gut gestärkt ging es dann wieder los richtung Los Angeles. aber unser erster stopp für den tag war Santa Barabara. die hauptstadt der amerikanischen riviera, die heimat von Ronald & Nancy Reagan und vieler anderer rentner… wir genießen die schöne kleinstadt und schlendern über den pier und durch die innenstadt. tatsächlich verbummeln wir uns sogar ein wenig…aber wir sind ja auch im urlaub. weiter ging es dann auf dem PCH (Pacific Coast Highway) durch Malibu bis nach Santa Monica, unserem ziel für heute. wir fahren direkt zum pier. diesen liegen wir aber mit einem blick auf die uhr links liegen und machten uns auf die strandpromenade entlang nach Venice. es ist schon wahnsinn, wenn alles genauso aussieht wie im fernsehen. die jogger, inliner oder besser die rollerblader, skateboarder, biker und und und. hier gibt es schon viele verrückte und viel schönes zu sehen. aber leider auch viele obdachlose, die das milde klima hier natürlich anzieht. (dazu mal eine kleine geschichte am rande: in L.A. fragte ein kleines mädchen seine mutter als es eine alte frau auf den treppen zum post office liegen sah, was denn die frau da mache. und die mutter erklärte ihr, dass die frau dort schlafen würde, weil sie kein zuhause hätte. worauf die kleine meinte, dass sie ja die frau mit zu sich nehmen könnten. sie hätten ja noch platz und da könne die dann ja besser schlafen… sehr schön! die mutter erklärte ihr dann noch, dass das eine sehr gute idee sei, sie aber nicht jeden, dem es schlecht geht und der kein zuhause hat, mitnehmen können.)

wir gingen bis zum berühmten Muscle Beach, wo aber leider nicht viel los war. nur Karin schloss neue freundschaft mit einem netten mann

muscle beach

nach den knapp 10 km fußweg am strand entlang hatte ich weichei mir blasen gelaufen… unser erster etwas längerer spaziergang (nichtmal wanderung!) und ich lauf mir blasen… spitze! und zwar nicht zu kleine dinger -nö! so richtig dicke unten an den fersen. die kannte ich bislang nur von meiner schwester 😉

nach kurzem einchecken im hotel, machten wir uns auf zum Griffith Observatory, um dort den sonnenuntergang zu genießen. den selbigen genossen wir dann irgendwo lost in L.A. im auto… der interstate auf den wir fahren wollten war komplett dicht. also nicht drauf gefahren, sondern quer feld ein. naja L.A. ist nicht ganz seckenheim. auch nicht mannheim oder frankfurt kommen da mit. wir haben uns jedenfalls komplett verfranzt. hier kamen mir die 50$ mehr pro tag für ein navi wieder wie gut investiertes geld vor… aber egal. was kann so ein kleines kästchen, was wir nicht auch können. und so haben wir nach einer prima stadtrundfahrt doch noch die zufahrt zum park gefunden. voller freude fuhren wir hinein, um dann nach knapp 400m vor einem schild zu stehen „road closed“! nein! das kann doch nicht sein! nach ungezählten versuchen durch das naheliegende wohngebiet doch noch irgendwie zum Observatory zu gelangen, stießen wir wenigstens auf einen wachmann, den wir nach dem weg fragten. etwas widerwillig, da beim zeitunglesen gestört, gab er uns auskunft. wir also wieder zurück und sahen uns jetzt schon auf der siegerstrasse, aber genau da, um uns wieder auf den boden der tatsachen zu holen, sahen wir am himmel einen zeppelin mit leuchtwerbung kreisen – was für ein motiv. aber gut, wenn schon kein sonnenuntergang, dann auch kein illuminierter zeppelin über dem nächtlichen L.A.-wer will denn sowas? also nicht auf der siegerstrasse, aber immerhin auf der richtigen strasse zum observatory. nach kurzer fahrt waren wir dann doch noch kurz vor 20 uhr dort – nur gute zwei stunden später als geplant.

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aber der blick hat uns entschädigt – auch ohne zeppelin!

durch die kleine verzögerung mussten wir leider auch unser abendessen auf dem rückweg, der im übrigen völlig problemlos verlief -wir kannten uns ja jetzt aus-, ausfallen lassen. so brachten wir unser geld eben zum goldenen m. das war direkt bei unserem hotel. und mit burger und tv ließen wir diesen tag auf unserem zimmer ausklingen.

good night

nach einer recht kurzen nacht (um 5 uhr morgens waren wir klockenhell wach. war ja auch schon 14 uhr in Deutschland…) ging es dann auch gleich los mit unserem roadtrip. noch schnell den cooler ins auto gepackt, allen tschüß gesagt (waren natürlich alle wach… so soll’s sein;-)), ab auf die straße und … gestanden! morgenverkehr. dennoch kamen wir nach gut zwei stunden bei wundervollem wetter in Monterey, unserem ersten etappenziel, an. dort besuchten wir zuerst den örtlichen supermarkt, um unseren cooler zu füllen. wir kamen natürlich nicht am süßigkeiten-regal vorbei, ohne zuzugreifen… aber dafür gabs auch bananen…:) und weiter gings zum Bay Aquarium. ein sensationelles ding! wir waren beide völlig begeistert. vor allem vom konzept, welches kinder ganz bewußt und aktiv miteinbezieht. z.b. ein streichelzoo für kinder im aquarium…wo gibts denn sowas? also ein muss, wenn man mal da in der ecke ist!! weiter ging es dann noch die bekannte Cannery Row hoch und runter. diese fällt dann aber doch deutlich ab gegenüber dem aquarium. aber nichts desto trotz sehenswert. nun stand die entscheidung an, ob wir den berühmten 17 mile drive am Pebbles beach fahren oder den kostenlosen Ocean drive. 2:0 für Ocean drive. also ab ins auto und rauf auf die piste. und es war wahnsinn. eine echt schöne küste. leider hatte der leuchtturm geschlossen… ja und was die küste anbelangt wurde es ja nur noch besser. auf dem weg nach süden entlang dem highway #1 kamen wir zuerst nach carmel-by-the-sea. einem verschlafenen kleinen nest mit wunderschönem strand. nachdem wir uns den sand aus den schuhen geklopft hatten, ging es weiter. und unter vielen ahs, ohs und stopps zum fotografieren ging es weiter richtung süden. auch die cd, die ich karin geschenkt hatte, kam zum einsatz. zwar nicht als cd im player (in den fortschrittlichen USA kann der cd-player keine mp3 lesen..tzzz), sondern über den ipod. aber toll war es! den wind im haar, die küste entlang. leider verging die zeit wie im flug und leider flogen auch ein paar abfahrten relativ unbemerkt an uns vorbei, sodass wir nicht alles sahen, was wir eigentlich wollten…aber den ersten sonnenuntergang konnten wir dann doch noch an einem vista point genießen. so kamen wir dann schließlich schon im dunkeln an unserem ersten etappenziel Pismo Beach an. völlig geschafft und zufrieden fielen wir in die betten und schliefen ohne abendessen ein.

lahko noc!

heda

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