heute hieß es “der frühe vogel fängt den wurm”. aber dass der vogel dabei so sehr friert, davon war nie die rede…

wir standen an diesem morgen früh auf und machten uns auf den weg, um den sonnenaufgang zu fotografieren. ohne frühstück und auch ohne warmes getränk standen wir am sunset point (wie bereits berichtet hatten wir uns unsere ganz eigene logik bezüglich des besten aussichtspunktes zurechtgelegt) und froren wie die schneider. Um 6 uhr morgens auf ca. 2500 m höhe war es mit knapp 5 grad doch verdammt frisch.

aber die natur versöhnte uns. nach einem sehr schönen sonnenaufgang machten wir uns zu fuß noch weiter auf auf einen trail der zwischen den Hoodoos hindurchführt. wir hatten viel davon gelesen und waren gespannt. und wir wurden nicht enttäuscht! vom naturerlebnis bestimmt mit die schönsten eindrücke, die wir auf unserer reise mitnehmen durften.

so schön, dass wir auch etwas die zeit vergasen, sodass wir uns auf dem rückweg, der natürlich auch noch bergauf ging, ziemlich sputen mussten, um noch rechtzeitig auschecken zu können. allerdings hatte das den effekt, dass wir auf einmal gewaltig ins schwitzen gekommen sind.

zurück im hotel packten wir unsere sieben sachen, kauften im nahe gelegenen supermarkt noch unser frühstück und machten uns auf den weg zum Zion National Park.

die halbe strecke des weges ging es den weg zurück, den wir gestern erst gefahren waren. dann an der kreuzung rechts und wir waren schon fast da. glück hatten wir mit dem hotel. denn reservieren konnten wir mangels internet nicht und so fuhren wir auf gut glück nach Springdale. aber zunächst mussten wir noch noch durch ein tunell welches teilweise nur jeweils einseitig befahrbar ist, um uns danach noch todesmutig die serpentinen hinunter zu stürzen. wobei sich das stürzen dank einer wohnmobilfahrerin (ja leider muss ich es sagen es war eine frau), die wohl zum ersten mal am steuer saß, doch sehr in grenzen hielt. wir sind später die strecke nochmal hochzus gefahren und haben nur halbsolang gebraucht…bergauf! dennoch schafften wir es und bekamen dann auch noch in dem von reiseführer empfohlenen etablisment ein zimmer. wahrlich nicht das beste, aber so ziemlich das einzig freie im ort und damit das perfekte. wir gingen gerade von der rezeption zu unserem auto als ein anderer wagen hielt und zwei mädels ausstiegen, die auch das zimmer wollten. von denen erfuhren wir, dass sonst wohl alles ausgebucht sei und sie jetzt eben ein (teureres) B&B nehmen oder eben weiter fahren würden. mit breitem grinsen luden wir unsere koffer ins zimmer und machten uns dann gleich auf in den park. noch etwas lediert vom frühen aufstehen, entschieden wir uns für einen kürzeren, nicht so spektakulären trail. dennoch wurden wir mit einem wunderschönen ausblick und der bekanntschaft eines ehepaares aus hawai belohnt.

nachdem wir dort oben einige zeit in der sonne sitzen blieben, machten wir uns wieder auf den rückweg. angespornt durch diesen trail liesen wir uns vom shuttle bus noch weiter in den park fahren, um den Lower Emerald Pool trail zu bewandern. leider war dieser nicht so toll. was wahrscheinlich auch daran lag, dass nunmal ein wasserfall ohne wasser nicht besonders spektakulär ist. und wasser ist zu dieser jahreszeit dort eher mangelware. hätte man auch dran denken können.

so wollten wir den tag aber nicht enden lassen und daher machten wir uns -nach einem kurzen stopp beim allgemeinen sonnenuntergang fotospot (so schien es zumindest, weil sich dort ca. 10 fotografen mit allem schnick und schnack versammelt hatten und es immer mehr wurden)- auf zum ortsansässigen fleischtempel. heute aber mal richtig, kein fast food. und so landeten jeweils freundliche 250g steak in unseren bäuchen, begleitet von einer kartoffel und gemüse. herrlich! danach blieb nichts mehr zu tun, als müde und gesättigt die stufen in unser zimmer zu erklimmen und glücklich einzuschlafen.

träumt was schönes!